Rechtsschutzversicherung ohne Selbstbeteiligung ja oder nein?

Rechtsschutzversicherung ohne Selbstbeteiligung ja oder nein?
Rechtsschutzversicherung ohne Selbstbeteiligung ja oder nein?

Rechtsschutzpolicen, die den Privat-, Berufs-, Wohn- und Verkehrsrechtsschutz und noch mehr Bausteine umfassen, können ins Geld gehen.

Deshalb gibt es immer mehr günstige Rechtsschutztarife.  

Aaaaber im Schadensfall fällt ein Selbstbehalt an.

Und manchmal so hoch, dass zuvor eingesparte Beiträge schnell wieder aufgezehrt oder sogar überstiegen werden.

Erfahren Sie hier,

  • wann Sie sich für eine Rechtsschutzversicherung ohne Selbstbeteiligung entscheiden sollten.
  • wie Sie mit einem einfachen Trick die richtige Höhe des Selbstbehalts finden, falls Sie doch einen Tarif mit Eigenanteil wählen.
  • was Sie bei einer Rechtsschutzversicherung mit oder ohne Selbstbeteiligung beachten müssen.

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Was bedeutet Rechtsschutzversicherung mit Selbstbehalt?

Selbstbehalt bedeutet, dass Sie im Rechtsschutzfall einen gewissen Eigenanteil selbst übernehmen müssen.

Liegen die Kosten z. B. bei 500 € und haben Sie einen Selbstbehalt von 150 €, zahlen die Versicherung 350 € und Sie 150 €.  

Inzwischen gibt es mehr Rechtschutzversicherungen mit Selbstbeteiligung, weil immer mehr Rechtsstreitigkeiten vor Gericht ausgetragen werden.

Der Eigenanteil liegt meistens zwischen 150 bis 250 Euro pro Rechtsfall.

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Was bringen Tarife mit Selbstbeteiligung?

Die Höhe des Versicherungsbeitrags hängt vom Leistungsumfang und dem Betrag der Selbstbeteiligung ab.

Policen mit Selbstbehalt sind in der Regel günstiger als eine Rechtsschutzversicherung ohne Selbstbeteiligung.

Hintergrund:

Sie belohnen alle, die nicht „wegen jedem Dreck“ zum Anwalt rennen.

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Beachten Sie beim Einsparpotenzial:

Je höher der Eigenanteil, umso günstiger der Versicherungsbeitrag.

Je nach Höhe des Selbstbehalts kann die Differenz bei manchen Versicherungsgesellschaften pro Jahr bei mehr als 150 € liegen.

Ab einer Selbstbeteiligung von 150 € können Sie erfahrungsgemäß je nach Tarif bis zu 30 % des Jahresbeitrags sparen.

In manchen Fällen haben Sie Ihren Eigenanteil durch die Ersparnis beim Versicherungsbeitrag schon nach zwei Jahren wieder heraus.

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Wann fällt die Selbstbeteiligung an?

Der Eigenanteil fällt in der Regel pro Rechtsschutzfall nur einmal an.

 

Beispiel

Sie haben eine Selbstbeteiligung von 150 €.

Sie bitten Sie Ihren Rechtsanwalt darum, dem Gegner einen Brief zu schreiben und der Brief kostet 150 €.

In diesem Fall zahlen Sie Ihren Eigenanteil von 150 €.

Verlangt der Anwalt für den Brief 120 €, bezahlen Sie natürlich auch nur 120 € Selbstbeteiligung.

Kostet der Brief 200 €, zahlen Sie davon 150 € und die Versicherung übernimmt die restlichen 50 €.

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Aber Vorsicht!

Ein Rechtsstreit kann auch kompliziert werden.

Das ist der Fall, wenn daraus mehrere miteinander zusammenhängende Verfahren bzw. Klagen entstehen.

Hier kann je nach Versicherungsbedingung die Selbstbeteiligung bei jeder neuen Klage bzw. neuem Verfahren erneut anfallen.

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Dazu ein Beispiel:

Der Fahrer eines nagelneuen Opels hat eine Rechtsschutzversicherung mit Selbstbeteiligung abgeschlossen.

Leider nimmt er einem Mercedes-Fahrer die Vorfahrt.

Er verursacht dabei einen Verkehrsunfall, da die Bremsen des neuen Opels versagten. Zugleich wird er so geschädigt, dass er erwerbsunfähig wird.

Die Kfz-Versicherung des Opel-Fahrers will den Mercedes-Schaden nicht übernehmen.

Denn der Opel-Fahrer hat wegen Fahrens eines fahruntüchtigen PKWs grob fahrlässig gehandelt.

Die gesetzliche Rentenversicherung will dem Opel-Fahrer die Erwerbsunfähigkeitsrente nicht bewilligen.

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Jetzt kommt es zu folgenden Rechtsstreitigkeiten:

1.Schadensersatzklage des Mercedes-Fahrers gegen den Opel-Fahrer:  Leider trägt er in den Augen der Justiz die alleinige Schuld und muss Schadensersatz zahlen.

2.Klage des Opel-Fahrers gegen das Autohaus auf Schadensersatz, weil die Bremsen seines neuen Autos versagt haben.

3.Klage des Opel-Fahrers gegen seine Kfz-Versicherung, weil diese den Mercedes-Schaden wegen grober Fahrlässigkeit des Opel-Fahrers nicht ersetzen will.

4.Klage des Opel-Fahrers gegen die gesetzliche Rentenversicherung, weil diese die Erwerbsunfähigkeitsrente ablehnt.

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Mit der Selbstbeteiligung des Opel-Fahrers kann es jetzt je nach den Versicherungsbedingungen wie folgt aussehen:

  • Entweder fällt die Selbstbeteiligung nur einmal an, obwohl es gleich zu vier Klagen gekommen ist, zwischen denen ein sogenannter kausaler Zusammenhang besteht. Hier wären es bei einem Eigenanteil von 150 € nur dieser Betrag.
  • Oder die Selbstbeteiligung fällt bei jeder neuen Klage erneut an. Bei einem Selbstbehalt von 150 € wären es 600 €.

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Wann fällt die Selbstbeteiligung nicht an?

Manche Anbieter ermöglichen dem Kunden trotz Selbstbeteiligung Leistungen ohne Eigenanteil in Anspruch zu nehmen.

Das sind je nach Anbieter zum Beispiel:

  • telefonische Erstberatung
  • telefonische Mediation zur Schlichtung eines Streits
  • außergerichtliche Tätigkeit des Anwalts im Beratungs-Rechtsschutz für Familien-, Lebenspartner- und Erbrecht bis zu einer gewissen Höchstgrenze
  • Berufsrechtsschutz im Zusammenhang mit einer Aufhebung des Arbeitsvertrages
  • die Beratung im Internet-Rechtsschutz wegen einer urheberrechtlichen Abmahnung
  • der Abruf von rechtlich geprüften Musterverträgen und –schreiben im Portal des Anbieters

 

Manche Versicherer verzichten auf einen Selbstbehalt, wenn sich der Streit nach der Erstberatung durch einen vom Versicherer ausgesuchten Anwalt erledigt.

Viele Rechtschutz-Policen enthalten einen fallenden Selbstbehalt, der mit dem Schadenfreiheitsrabatt der Kfz-Versicherung vergleichbar ist.

Solange Sie keinen Rechtsschutzfall melden, verringert sich der Selbstbehalt mit jedem Jahr Schadenfreiheit bis er die SB-Stufe „0“ erreicht hat.

Achtung!

Die Selbstbeteiligung steigt wieder an, wenn es doch zu einem Rechtsschutzfall kommt.

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Wann Rechtsschutzversicherung ohne Selbstbeteiligung?

Eine Rechtsschutzversicherung ohne Selbstbeteiligung kostet mehr als die mit Selbstbehalt.

Die Rechtsschutzversicherer sichern sich gegen das Risiko ab, das ein Versicherungsnehmer in besonders viele Streitigkeiten verwickelt ist.

Doch lassen Sie sich bei Tarifen mit Eigenanteil nicht nur vom Einsparpotenzial blenden.

Denn solche Tarife eignen sich jedoch nicht für alle.

Sie sind nur gut für diejenigen,

  • die sich wenig streiten.
  • mit knappen finanziellen Mitteln.

 

Die  Rechtsschutzversicherung ohne Selbstbeteiligung ist besser:

  • für Pechvögel, die eher leicht in einen Prozess oder in ein Verfahren verwickelt werden.

 

Hauptgründe hierfür sind

  • streitsüchtige Nachbarn
  • unmöglicher Vermieter
  • blöder Chef, der mit Abmahnung und Kündigung droht
  • Überschreitung von Tempo-Limits, Abstandsverstöße oder Alkoholfahrten im Straßenverkehr
  • Urlaub in einem Hotel mit großen Mängeln

 

Vorsicht!

Strapazieren Sie Ihre Rechtsschutzversicherung ohne Selbstbeteiligung nicht zu viel.

Ihr Versicherer hat ein fristloses Sonderkündigungsrecht, wenn Sie binnen zwölf Monaten zwei oder mehr Rechtsschutzfälle melden.

Die Konsequenzen sind unangenehm:

Plötzlich stehen Sie über Nacht ohne Rechtsschutzversicherung da.

Oft wird es schwierig einen neuen Anbieter zu finden, da Sie bei Ihrem neuen Versicherer Ihren ehemaligen Anbieter angeben müssen.

 

  • wenn aus einem Rechtsschutzfall plötzlich mehrere Rechtsstreitigkeiten entstehen und bei jedem Rechtsstreit die Selbstbeteiligung erneut anfällt. (Siehe obiges Beispiel des Opel-Fahrers)

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Selbstbeteiligung – wie Sie mit einem einfachen Trick die richtige Höhe auswählen

Je nach Versicherungsbedingungen können Sie einen Betrag von bis zu 500 € wählen.

Die meisten Versicherungen sowie auch Stiftung Warentest empfehlen einen Selbstbehalt von 150 €.

 

Eine höhere Selbstbeteiligung kann –  muss aber nicht immer einen Preisvorteil bringen.

Daher  sollten Sie immer mit einem spitzen Bleistift rechnen – auch im Hinblick auf den Leistungsumfang und die Konditionen.

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Am besten tun Sie das mit Hilfe des Vergleichsrechners von Tarifcheck.de

Führen Sie den Vergleich durch, bis Sie das Suchergebnis verfeinern können.

Rechtsschutzvergleich mit Tarifcheck.de
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Reduzieren Sie im Vergleichsrechner rechts mit dem Schieberegler schrittweise Ihren Eigenanteil von maximal 500 € bis auf 0 €.

So sehen Sie sofort, wie sich die Selbstbeteiligung bei den einzelnen Tarifvorschlägen auf die Versicherungsprämie auswirkt – und welche Tarife es noch gibt.

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Rechtsschutzversicherung ohne Selbstbeteiligung oder mit – worauf achten?

Bei einer Rechtsschutzversicherung ohne Selbstbeteiligung

  • sollte im Kleingedruckten klipp und klar stehen, wie oft der Selbstbehalt in einem zusammenhängenden Fall anfällt.
  • sollten Sie sich wegen des Sonderkündigungsrechts trotzdem zurückhalten, Ihre Rechtsschutzversicherung über Gebühr in Anspruch zu nehmen.

 

Bei einer Rechtsschutz-Police mit Selbstbeteiligung sollten Sie darauf achten,

  • welche Arten von Eigenanteil der neue Versicherer anbietet.
  • um wieviel Euro der fallende Selbstbehalt pro Jahr ohne Schadensmeldung sinkt
  • ob der jährlich fallende Selbstbehalt bei Schadenfreiheit an die Entscheidung für einen vom Versicherer empfohlenen Rechtsanwalt gebunden ist.
  • ob das Preis-Leistung-Verhältnis zwischen Selbstbehalt und eingesparte Prämien noch günstig ist.
  • welche Leistungen trotz Eigenanteil kostenlos sind.

 

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